17. 01. 2007

Wario Ware (Wii)

Wario Ware

Unsere neuste Wii-Anschaffung ist das Spiel, auf das ich mich seit dem Release der Konsole am meisten gefreut habe. Ja ja, ich schreibe hier bisher nur über gute Spiele… momentan bin ich halt sehr wählerisch und gebe mich nicht mit solchen unterdurchnittlichen Machwerken wie „Erotic Empire“ zufrieden. Nicht, dass ich so etwas jemals besessen hätte.

„Wario Ware – Smooth Moves“ ist der erste Wii-Ableger der beliebten Reihe, und ich habe auch schon die Vorgänger auf dem Gamecube, DS und (testweise) GBA gespielt. Wer sich bei der Gamecubeversion darüber geärgert hat, dass die Minispiele einfach vom GBA übernommen wurden, kann jetzt aufatmen: Für „Smooth Moves“ wurden komplett neue entwickelt, die perfekt auf die neue Steuerung abgestimmt sind. Dafür leidet allerdings der Multiplayermodus etwas, der bei der Gamecube-Version absolut genial war. Man kann halt nicht alles haben… Aber auch der Multiplayermodus der Wii ist ganz spaßig, wenn man sich damit abfindet, dass man ihn nur mit einer Wii-Mote spielt (das hätte man nun wirklich anders regeln können). Immerhin gibt es aber mehrere Modi.

Für die, die „Wario Ware“ überhaupt nicht kennen, erkläre ich kurz das Spielprinzip: man kämpft sich durch eine Reihe hektischer Mikrospiele, die mit der Zeit immer schneller werden. Pro Durchgang hat man in der Regel vier Leben, und alle 15-20 Spiele kommt ein Bosskampf, bei dem man ein Leben dazu gewinnen kann. Es kommt vor allem auf eine gute Auffassungsgabe an, denn man muss blitzschnell erkennen, was zu erledigen ist. Außerdem kommt erschwerend hinzu, dass die Wii-Mote immer anders gehalten wird: ein kurz eingeblendetes Bild weist einen vor jedem Mikrospiel darauf hin. Mal wird sie als Rüssel benutzt, mal wie ein Stift oder wie ein Lenkrad. Für Bewegungsmuffel ist Wario Ware nichts, aber die meisten Aktionen lassen sich zum Glück im Sitzen erledigen.

Vom Umfang her kann das Spiel auf jeden Fall überzeugen. Man hat die „Story“ zwar an ein bis zwei Tagen „durch“, aber dann kann man sich daran machen die Highscores zu knacken. Diesmal wurden einem außerdem für den Einzelspielermodus neben den normalem Mikrospielen noch einige Bonus-Spiele beschert, die eine Menge Spaß machen und nichts mit den eher überflüssigen Extras der DS-Version zu tun haben. Was wegfällt, ist dafür die „schaffe in JEDEM Mikrospiel eine bestimmte Punktzahl“-Extraaufgabe, wofür ich eigentlich ganz dankbar bin… das dauerte einfach ZU lange. ;)

Sound und Optik gefallen mir gut und sind eigentlich so wie immer geblieben. Die Grafik hätte so auch auf dem Gamecube oder N64 funktioniert, aber die etwas billige Aufmachung gehört zu Wario Ware einfach dazu und ist deshalb kein echter Kritikpunkt.

Fazit: Durch die geniale Wii-Steuerung ist „Wario Ware – Smooth Moves“ trotz des abgespeckten Multiplayer-Modus ein echtes Partyspiel, mit dem man mit seinen Freunden eine Menge Spaß haben kann. Rumgehampel kommt halt immer gut an ;) . Der Singleplayer-Modus fesselt durch die vielen neuen Mikrospiele, die Bonus-Spiele und die Highscores, die man immer wieder knacken möchte.

Ein Gedanke zu „Wario Ware (Wii)

  1. Cheesus

    Ihr musstet natürlich die Raving Rabbits UND das Schwert vor den Fernseher im ersten Bild packen, um mich eifersüchtig zu machen =/
    Naja, wenigstens das Spiel hab ich bald auch.

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