27. 05. 2007

Monsters Menace America

Monsters menace America

Wer wollte nicht schon immer mal als Godzilla durch Atomkraftwerke stapfen oder als King Kong in amerikanischen Großstädten randalieren? Mit dem Brettspiel „Monsters Menace America“ ist das kein Problem! Jeder Spieler übernimmt die Rolle eines mutierten Giganto-Monsters und einer Menschen-Armee seiner Wahl. Jedes Monster und jede Armee hat besonderes Eigenschaften und kann durch gezogene Karten noch verbessert werden.

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Das eigentliche Spiel gliedert sich in zwei Teile. Zuerst trampelt man mit seinem Monster durch die U.S.A. und macht dabei möglichst viele Großstädte und gegnerische Militärbasen platt. Gleichzeitig behindert man die gegnerischen Monstern mit Militäreinheiten. Durch seine Zerstörungswut gewinnt ein Monster nach und nach mehr Leben und andere Boni dazu. Sobald eine bestimmte Anzahl an Städten zerstört ist, gilt die doofe Menschheit als besiegt und sämtlichte Militäreinheiten werden abgezogen. Nun startet die zweite Phase des Spiels: die Monster kämpfen in einem großen Finale gegeneinander, und natürlich hat dabei derjenige einen großen Vorteil, der vorher fleißig Boni gesammelt hat. Gewonnen hat dann das Monster, das die anderen besiegt.

Ich lobe so viele Spiele, deshalb kommen wir hier gleich zur Kritik. „Monsters Menace America“ hat in meinen Augen ein großes Problem: Es kommt zu sehr auf Glück an. Ich finde die Idee clever, dass man gleichzeitig das Monster und das Militär spielt. Man ist zwar meistens mit seinen paar Einheiten zu schwach um den Gegner richtig fertig zu machen, aber man will ihn schlielich nur ein bisschen vor dem Endkampf schwächen. Es macht einfach Spaß ihn immer wieder mit den Mini-Flugzeugen und Panzern zu nerven. Leider entscheiden sich die Kämpfe aber durch pures Würfelglück. In anderen Spielen werden Kämpfe zwar auch ausgewürfelt, aber bei „Monsters Menace America“ habe ich das Gefühl, dass noch viel weniger Taktik dazugehört als beispielsweise bei Doom. Man bewegt seine Militäreinheiten zwar wohl überlegt übers Feld, aber die Auswirkungen des Überlegens sind letztendlich viel geringer als die des Würfelglücks.

foto_2007-05_monsters2Beim Endkampf wird das besonders deutlich, denn dann steht man sich wirklich nur noch gegenüber und würfelt stumpf so lange, bis einer tot ist. Boni die einem dann wirklich helfen sind viel zu selten und man bekommt sie auch nur mit viel Glück.

Schade eigentlich, denn wenn das Spiel nicht so extrem vom Glück abhängen würde, wäre es gut. Das Thema an sich ist mal etwas anderes und alles wurde mit viel Liebe zum Detail (und zu Monsterfilmen) gestaltet. Allein die Spielfiguren sind ein echter Hingucker! :)

Fazit: Wer Monsterfilme mag, könnte Freude an diesem hübschen Spiel haben, aber mich stört, dass der Sieg zu sehr von purem Glück abhängt. Man kann nicht genug durch seine Taktik beeinflussen, und das haben andere Spiele schon besser gelöst. Auf die Dauer also leider zu frustrierend für mich.

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