19. 07. 2007

Anno Domini

Kartenspiel

Durch eine Empfehlung (danke kid!) bin ich auf dieses feine Spielchen für 2-8 Leute gestoßen. Es heißt „Anno Domini“ und ist inzwischen schon in mehreren Editionen erschienen, die je um die 10 Euro kosten. Ich besitze jetzt die „Erfindungen“-Edition, aber es gibt auch welche über Natur, Kriminalität, Flops, Stars, Kirche usw. , die man dann auch alle miteinander vermischen kann. Enthalten sind 336 Kärtchen, auf denen vorne ein Ereignis steht und hinten das Jahr, in dem es statt gefunden hat.

Jeder zieht zu Beginn 9 Karten, von denen er sich nur die Vorderseite ansehen darf. Dann wird eine Karte in die Mitte des Tisches gelegt und reihum legt jeder ein Ereignis dazu – über die erste Karte, wenn es davor stattgefunden hat. Darunter, wenn es eher danach einzuordnen ist. So geht es weiter, man fügt der Zeitlinie immer eine weitere Karte hinzu. Wenn man dran ist muss man aber nicht legen, sondern kann auf anzweifeln – dann werden alle Karten umgedreht um zu kontrollieren, ob die Reihenfolge stimmt. Wenn sie nicht stimmt, muss der letzte der gelegt hat Karten ziehen. Stimmt sie, muss der Zweifler ziehen.
Gewonnen hat am Schluss, wer zuerst alle seine Karten los werden konnte. Dabei kommt es nicht nur auf Wissen an (Wurde der Kühlschrank vor Pinocchio erfunden?), sondern auch auf die Taktik, im richtigen Moment anzuzweifeln.

Kurios an dem ganzen fand ich übrigens, dass in der Anleitung durchgehend die „Spielerinnen“ angesprochen wurden, als ob es keine Männer auf der Welt gäbe. Aber darüber sollte man als Mann einfach hinwegsehen ;)

Fazit: Ein schönes Spiel für zwischendurch, das schnell erklärt ist, Spaß macht und bei dem man sogar noch was lernt.

2 Gedanken zu „Anno Domini

  1. Al

    Das ganze kann man auch mit „normalen“ Karten spielen. Nennt sich dann Lügen und wird etwas agressiver gespielt… aber macht sehr viel Spaß ;)

  2. ZiB

    Naja, das ist nicht ganz das selbe… bei „Lügen“ muss man ja immer etwas davor oder dahinter legen, egal ob man was passendes in der Hand hat. Bei „Anno Domini“ kann man seine Karte auch zwischen zwei Karten legen. Man lügt also nie freiwillig – es kommt darauf an die Ereignise gut zeitlich zuordnen zu können. Es ist also mehr ein Quiz als ein Glücksspiel (auch wenn man meistens schätzen muss ;)).

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