02. 08. 2007

FFF 2007 – Tag 1

Fantasy Filmfest

Hurra, es ist endlich wieder soweit! 8 Tage gerötete Augen, Dauer-Übermüdung, Mangelernährung und Kino-Mief. 8 Tage voller spannender Filmpremieren (zumindest für mich, denn ich kenne noch keinen einzigen) aus aller Welt. Ja, das diesjährige Fantasy Filmfest hat gestern begonnen, und da ich mich diesmal das erste mal zu den nerdigen Dauerkarten-Besitzern zählen darf, habe ich mir vorgenommen meinen Rekord an Filmen zu brechen. Gestern hat der Spaß mit zwei sehr unterschiedlichen Exemplaren begonnen:

Black Sheep

Wie schon letztes Jahr mit „Severance“ wurde auch diesmal schräger Funsplatter als Eröffnungsfilm geboten. Und ich bin froh drüber, denn schon die ausgelassenen Mäh-Rufe zu Beginn des Films versprachen einen unterhaltsamen Abend. Der Film gefiel mir dann auch tatsächlich sehr gut! Sie Story lässt sich mit einem Satz zusammenfassen: Auf einer neuseeländischen Farm führen Genexperimente dazu, dass Schafe zu Killern und die von ihnen gebissenen Menschen zu Schaf-Zombie-Mutanten werden. Ganz so viel gesplattert wie in Braindead wird zwar nicht, aber es geht doch ordentlich zur Sache. Das Highlight des Films sind aber natürlich die Schafe an sich, die so schön harmlos aussehen und dann so unerbittlich zuschlagen – einfach eine geniale Idee für einen Horrorfilm!
Der Humor kommt nicht zu kurz und die Charaktere fand ich alle sehr überzeugend. Einige Gags kamen mir zwar manchmal etwas unpassend vor, aber das ist tatsächlich der erste Film, in dem Furzwitze eine echte Daseinsberechtigung haben. Am Schluss ergibt alles einen Sinn ;)

Fazit: Sehr unterhaltsamer Tierhorror-Funsplatter, der schon allein wegen der ungewöhnlichen Grundidee sehenswert ist und in dem viel Blut fließt.

The Restless

Weiter ging es mit einem bildgewaltigen koreanischen Fantasy-Streifen. Die Handlung ist etwas schwerer zusammenzufassen als bei Black Sheep: Ein durch das Land ziehender, tapferer Krieger landet im „Vorhimmel“, obwohl er noch gar kein Geist ist. Doch er hat keine Zeit sich lange zu wundern, denn er gerät mitten in einen Kampf zwischen Gut und Böse, der über die Zukunft der Menschheit entscheidet. Weil er in einer Schwertkämpferin seine verstorbene große Liebe wieder zu erkennen glaubt, schlägt er sich auf ihre Seite und beschließt sie nicht mehr zu verlassen, um sie zu beschützen. Sie hat allerdings keine Erinnerung mehr an ihr Leben als Mensch.
Der Film schwankt zwischen beeindruckendender Action und tragischer Liebesgeschichte. Dass die Kämpfe sehr abwechslungsreich sind und durch ruhigere Szenen unterbrochen werden hat mir an sich gut gefallen, aber einiges war mir dann doch etwas zu abgehoben ode rkitschig und man hätte es besser weglassen sollen. Aber das Problem habe ich bei vielen Filmen dieser Art, und da war dieser noch einer, den man gut ertragen konnte.
Die guten Effekte sollten auch nicht unerwähnt bleiben, denn optisch ist „The Restless“ ein echter Leckerbissen. Das reicht von wilden Kamerafahrten über die hübschen Hintergründe bis hin zu den Kostümen. Und am Ende bekommt man sogar eine Massenschlacht geboten, die Erinnerungen an „Der Herr der Ringe“ aufkommen lässt. Fein, fein, dem Auge wird jedenfalls nicht langweilig :)

Fazit: Eigentlich ist das nicht unbedingt mein Genre, aber dafür hat mir der Film gut gefallen. Man hätte aber doch ein paar Szenen kürzen können, und die Liebesgeschichte war zwar sehr rührend, aber der letzte Schliff hat gefehlt um wirklich mit den beiden mitfühlen zu können.

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