03. 08. 2007

FFF 2007 – Tag 2

Fantasy Filmfest

Der erste „richtige“ Fantasy Filmfest-Tag bot für mich zwei eher durchschnittliche Filme, denen dann aber zwei echten Highlights folgten. Besser als andersrum ;)

Fair Play

Nichts gegen französische Filme, aber ich mag sie nicht. Irgendwie schaffen sie es immer wieder eine an sich hochinteressante Idee viel zu langatmig umzusetzen. Das gilt auch hier… es geht um 5 karrieregeile Mitarbeiter einer Firma, die sich gegenseitig zu ihrem Vorteil ausnutzen und dabei vor keiner Gemeinheit zurückschrecken. Das interessante ist, dass die Intrigen immer nur während sportlichen Freizeit-Aktivitäten gesponnen werden – die eigentliche Arbeit oder das Privatleben der Personen sieht man nicht.
Leider besteht aber ein Großteil des Films aus nicht wirklich spannenden Sportarten, so dass es hier erst mal nur um die Dialoge geht. Auf die Dauer und auf französisch ist das etwas ermüdend. Zum Schluss kommt der Film dann allerdings doch noch in Fahrt, denn alle zusammen begeben sich auf einen abenteuerlichen Rafting-Trip, auf dem schon bald die Nerven blank liegen. Hätte man diesen Teil des Films noch mehr in den Vordergrund gestellt hätte mehr draus werden können.

Fazit: Nette Idee, aber man sollte sich darauf einstellen, dass der Film zum Großteil nur durch seine Dialoge interessant ist und sich seeehr viel Zeit nimmt.

KM 31

Auch in Mexiko gibt es Geister, und sie sorgen offenbar mit Vorliebe für Unfälle an einer bestimmten Autobahn-Stelle. Die Schwester einer verunglückten, im Koma liegenden Frau geht den mysteriösen Vorfällen nach.
„KM 31“ ist kein schlechter Film, hat aber leider nichts zu bieten, was man nicht schon aus zig anderen (meistens asiatischen) Gruselfilmen kennt. Erschreckt habe ich mich nicht wirklich. Dazu kommt, dass bestimmte Szenen entweder sehr vorhersehbar – oder aber kaum nachvollziehbar sind. Was ihn doch noch zu einem durchschnittlichen Horrorfilm macht sind die düstere Atmosphäre, gute Schauspieler und die Tatsache, dass er wenigstens nicht langweilt.

Fazit: Es gibt bessere Vertreter dieses Genres, so dass man sich diesen sparen kann. Wobei er nicht wirklich schlecht ist, er bietet halt nur nichts neues.

All the Boys love Mandy Lane

Sympathische Hauptdarsteller in Slasherfilmen sind sehr selten, und so fällt es einem nicht schwer die allgemeine Begeisterung für die süße Mandy zu teilen. Jeder an ihrer Schule ist verrückt nach ihr, und dabei gehört sie nicht zu den Mädchen, die jeden sofort ranlassen. Also laden drei Jungs sie und zwei Freundinnen auf einen Ausflug zu einer abgelegenen Farm ein. Als sie dort sind stellt sich leider heraus, dass Mandy von einem verrückten Killer verfolgt wird, der sich nach und nach ihrer neuen Freunden annimmt.
Wer schon ein paar Slasherfilme gesehen hat, weiß was ihn erwartet – feiernde Teenies werden blutig dezimiert. Das Genre wird also nicht neu erfunden, aber mir gefällt der Film, weil er es schafft nicht bloß alte Klischees abzuarbeiten, sondern auch viel neues bietet. Die Charaktere sind allesamt sehr eigen und irgendwie kann man mit ihnen tatsächlich mitfühlen. Schon allein dass die beliebte Mandy keine leicht bekleidete, dumme Schlampe ist ist erwähnenswert. Die Story bietet die eine oder andere große Überrschung, mit der man nicht gerechnet hätte. Und überhaupt wird der Film nie langweilig und weiß durchgehend zu unterhalten.

Fazit: Ein Muss für Slasher-Fans, ich habe mich bestens unterhalten gefühlt.

Botched

Einen Juwelendieb verschlägt es nach Moskau, wo er in einem Hochhaus ein kostbares Artefakt stehlen soll. Soweit klappt das auch ganz gut… bis er sich auf einmal mit seinen beiden Komplizen und einer Gruppe Geiseln in einem verlassenen Stockwerk wiederfindet, in dem sie ihres Lebens nicht sicher sind.
Ich könnte jetzt viel schreiben, verkneife es mir aber, weil dieser Film denke ich lustiger ist, je weniger man vorher über ihn weiß. Nur soviel: Er strotzt nur so vor witzigen Einfällen, skurilen Charakteren und blutigen Effekten. Und er wird schon von vielen Besuchern nicht zu Unrecht als eines der großen Highlights dieses Jahr gefeiert.

Fazit:
schräg, witzig und böse. Sollte man nicht verpassen!

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