05. 08. 2007

FFF 2007 – Tag 4

Fantasy Filmfest

Und weiter geht es, die Hälfte ist geschafft.

Dead Silence

Das ist er also, der neuste Streich „von den Machern von Saw“. Saw-typisch sind aber erst mal nur die gruseligen Bauchredner-Puppen, ansonsten bekommt man hier nämlich statt einem mit fiesen Gewaltszenen gespicktem Psychothriller einen klassischen Geisterfilm geboten. Blut fließt so gut wie gar keins, dafür stimmen aber Atmosphäre und Schockeffekte. Vor allem die Soundkulisse hat mir dabei sehr gut gefallen- oder sagen wir besser, der nicht vorhandene Sound. Die bösen Geister kündigen sich nämlich immer dadurch an, dass alle Geräuche verstummen. Und die Puppen sind natürlich shcon mal an sich wunderbar gruselig, ohne dass sie viel zu machen brauchen.
Bevor ich’s vergesse: Die Handlung dreht sich um eine vor vielen Jahren verstorbene Puppen-Bauerin, die als Geist wieder kehrt und ihre Opfer mit herausgerissener Zunge zurück lässt. Aber nur, wenn sie schreien- was angesichts des Auftretens der alten Dame nicht sehr verwunderlich ist. Am Schluss bekommt man noch einen netten Plottwist geboten, der mir aber leider ein wenig zu plump vorkam. Er ist schon irgendwie cool… aber er wertet den Film auch nicht noch mal auf.

Fazit: Ein solcher Hit wie „Saw“ wird dieser Film wohl nicht werden, weil er nichts komplett neues bietet. Ansehen sollten ihn sich Grusel-Fans trotzdem, denn er überzeugt mit durchgehender Spannung und einer sehr gelungene Atmosphäre. Und Puppen sind nun mal einfach böse, fragt Chucky.

Cold Prey

Hierbei handelt es sich um einen norwegischen Slasherfilm, in dem eine Gruppe Snowboarder in ein verlassenes Hotel gerät. Eigentlich wollen sie dort nur die Nacht verbringen, weil sich einer von ihnen das Bein gebrochen hat – aber dann taucht ein ungemütlicher Typ mit einer Axt auf, und die fröhliche Jagd kann beginnen.
Der Film bietet ein nettes Setting und die Schauspieler sind auch okay. Er macht eigentlich nichts wirklich falsch… das Problem ist nur, dass die Story überhaupt nichts neues bietet und er extrem klischeebeladen ist. Wer schon mal einen Slasherfilm gesehen hat weiß also genau, was als nächstes passiert.

Fazit: Es gibt einfach schon zu viele ähnliche Filme, und dieser versucht gar nicht erst durch innovative Ideen zu glänzen. Deshalb bleibt er leider nur mittelmäßig und hinterlässt keinen bleibenden Eindruck.

Mr Brooks

Kevin Costner…? Der letzte Film den ich mit ihm gesehen habe war der wenig rühmliche „Waterworld“, von daher waren meiner Erwartungen nicht sonderlich groß. Und der Film beginnt auch eher klischeehaft: ein beruflich erfolgreicher, liebender Familienvater führt ein Doppelleben als Killer. Oha! Und dann ist da auch noch sein böses Ich, das zu ihm spricht… also bloß ein weiterer „gespaltene Persönlichkeit“-Film? Mitnichten. Denn schon nach kurzer Zeit merkt man, dass dies nur die Ausgangssituation für eine Story voller Überrschungen ist. Der Film versorgt einen über 2 Stunden hinweg mit immer neuen interessanten Ideen und hat dabei keinerlei Längen. Kevin Costner spielt seine Rolle perfekt, und der Applaus nach dem Abspann war mehr als gerechtfertigt.

Fazit: Ein Film, den man jedem nur ans Herz legen kann. Sehr zu empfehlen!

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