07. 08. 2007

FFF 2007 – Tag 6

Fantasy Filmfest

Fido

I’m a Zombie, but that’s okay.
Der Film spielt in einer beschaulichen 50er Jahre Kleinstadt (sehr liebevoll in Szene gesetzt!), jedoch ist nach den verheerenden Zombie-Kriegen das ganze Land voller Untoter. Die Firma „Zomcon“ sorgt für Sicherheit, indem sie die Zombies von der Stadt fern hält und sogar Halsbänder entwickelt, die ihren Killerinstinkt blockieren. Die auf diese Weise gezähmten Haus-Zombies sind beliebte Statussymbole in der Nachbarschaft, und so schaffen sich auch die Robinsons einen an. Der kleine Sohn der Familie schließt mit ihm Freundschaft und gibt ihm den Namen „Fido“. Aber als das Halsband ausfällt begeht Fido einen folgenschweren Fehler…
Man kann diesen Film ein bißchen mit „Shaun of the Dead“ vergleichen, wobei dieser mir durch seinen typisch britischen Charme noch eine Spur besser gefallen hat. An Fido ist alles wie geleckt, und man hat ständig das Gefühl, eine gute Hollywood-Komödie zu sehen. Allerdings muss das nichts schlechtes sein und es gibt glücklicherweise genug Szenen, die sich trauen schön böse zu sein. Dann kommt noch die sehr gelungene Satire auf die oberflächliche Kleinstadt-Idylle hinzu. Genug zu lachen gibt es also allemal, so dass es nicht weiter stört, dass dafür der Blutgehalt im Vergleich zu anderen Zombiefilmen sehr gering ausfällt.

Fazit: Eine sympsthische, massentaugliche Zombiekomödie im hübschen 50er Jahre Look.

The dark Hour

In einem unterirdischen Gebäudekomplex haben sich einige Menschen verschanzt, die dort seit Jahren einfach nur versuchen zu überleben. Bei einem Krieg wurden nämlich biologische Waffen eingesetzt, duch die ein gefährliches Virus freigesetzt wurde. Die Infizierten greifen wie Zombies alle anderen an und verbreiten so ihre tödliche Krankheit. Aber sie sind nicht die einzige Gefahr, mit der die Gruppe zu kämpfen hat, denn dann gibt es noch merkwürdige Geisterwesen, die nachts kommen und sich durch eisige Kälte ankündigen. Wer sich dann nicht gut in seinem Zimmer verschanzt stirbt.
Der Film spielt fast ausschließlich unter der Erde, und wirkt dadurch sehr düster. Allerdings frage ich mich, wozu man „Zombies“ und Geister braucht – eins von beidem hätte völlig gereicht, und ich werde den Eindruck nicht los, dass man auf diese Weise die etwas maue Story aufpeppen wollte. Denn viel passiert nicht unbedingt, es wird mehr geredet als gekämpft. Logikfehler gibt es auch so einige, beispielsweise wird das Virus angeblich durch eine bloße Berührung übertragen. Das hindert unsere erfahrenen Helden aber nicht daran, sich mit ihren Gewehren lustig durch eine ganze Gruppe Infizierter zu splattern, ohne nennenswerten Schutz vor dem herumspritzenden Blut. Naajaa.
Was mir dann aber gut gefallen hat, war das Ende, weil es wirklich überraschend kam.

Fazit: Zieht sich leider etwas und man hätte sich die titelgebende Geistergeschichte sparen können. Mittelmaß.

Premonition

Mindfuck… ja, das wollte dieser Film wohl sein. Aber letztendlich hat sich mein Gehirn eher gelangweilt, denn was einem hier geboten wurde war eine Spur zu vorhersehbar für diesen in letzter Zeit so gerne verwendeten Mode-Begriff. Ohne zu viel verraten zu wollen kann ich erzählen, dass es um eine Frau geht, deren Mann einen tödlichen Unfall hat. Doch am nächsten Morgen ist er quicklebendig und niemand scheint von seinem angeblichen Tod zu wissen. Und so geht es weiter… mal lebt er, mal ist er tot.
Die Grundideee hat mir gefallen. Auch die Umsetzung war völlig in Ordnung (mal von den 2, 3 lächerlichen „Schock“-Sequenzen abgesehen *gähn*). Aber irgendwie wusste man das meiste schon bevor es im Film gezeigt wurde… und dann gab es zu allem Überfluss noch ein unbefriedigendes Ende obendrauf, das vorne und hinten nicht gepasst hat. Die vorletzte Szene war gut, aber die allerletzte hätte man sich nicht nur sparen können, sondern sie wirft auch die Frage auf, was denn bitte dazwischen passiert ist.
Der Film hat mich zwar ganz gut unterhalten, aber durch diese Negativpunkte erreicht er leider bei weitem nicht die Klasse von beispielsweise „The Butterfly Effect“. Wenn man einen solchen Film dreht, dann sollte er auch von vorne bis hinten gut durchdacht sein und den Zuschauer mit einem gelungenen Ende für seine Denk-Mühen belohnen.

Fazit: Wer solche Filme mag kann ihn sich ruhig ansehen, aber mit nicht all zu hohen Erwatungen.

Stuck

Eine junge Krankenschwester fährt unter Drogen einen Obdachlosen an, der schwer verletzt in ihrer Windschutzscheibe stecken bleibt. Aus Angst um ihre bevorstehende Beförderung versteckt sie ihn samt Wagen in ihrer Garage ohne Hilfe zu holen.
Zugegeben, die Geschichte hätte man auch in einem Kurzfilm verarbeiten können. Und das Verhalten der Personen ist dermaßen unmenschlich, dass man den Film trotz seines (meistens) ernsten Tons nicht ernst nehmen kann. Er stellt völlig überzogen dar, wie es in unserer Gesellschaft um Hilfsbereitschaft bestellt ist, allerdings ohne erhobenen Zeigefinger, sondern stattdessen mit viel Blut. Das unterhält gut und man leidet richtig mit dem vom Pech verfolgten Opfer mit. Das ständige hin und her zwischen Humor und Ernsthaftigkeit kann einen zwar irritieren, aber im großen und ganzen fand ich den Film klasse, und wer sich an lustigen Gewaltszenen erfreuen kann wird garantiert seinen Spaß haben.

Fazit: Ein fieser kleiner Film, der gut zu unterhalten weiß.

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