07. 08. 2007

FFF 2007 – Tag 7

Fantasy Filmfest

Heute habe ich dann doch gemerkt, dass ich langsam ziemlich fertig bin und habe deshalb den 4. Film (The Lookout) sausen lassen. Hoffentlich war das kein zu große Fehler, abes ging einfach nicht mehr… und man sollte sich schließlich nicht quälen ;) Bei den drei heutigen Filmen habe ich sehr gemische Gefühle. Der erste war sehr simpel, aber effektiv. Der zweite ein klassischer Spukhaus-Film. Der dritte sehr überraschend.

Black Water

Eine Angeltour in der australischen Wildnis endet für einen Mann und zwei Frauen auf einem Baum, nachdem ein Krokodil ihr Boot gekentert und ihren Führer angeknabbert hat. Dort heißt es nun überlegen, was zu tun ist… soll man auf Hilfe warten? Versuchen zum Ufer zu schwimmen? Oder ist doch das Boot die einzige Rettung?
Heute morgen hätte ich noch nicht erwartet, dass dies mein Lieblingsfilm dieses Tages wird. Die Story ist extrem simpel, er spielt hauptsächlich auf dem Baum im Wasser und es kommen eigentlich nur 3 Personen vor (+ eine vierte als Appetitanreger). Das klingt jetzt öde, und ich muss im Nachhinein an Open Water denken, ohne diesen bisher gesehen zu haben. Seine simple Ausgangssituation nutzt der Film aber hervorragend, denn man kann sich sehr gut in die Charaktere hinein versetzen und es bleibt durchgehend spannend. Der Horror wird durch die ständige Anwesenheit des Krokodils erzeugt, ohne dass dies eine mutierte Giganto-Echse ist wie in vielen anderen Tierhorrorfilmen. Braucht es auch gar nicht zu sein, denn es ist so schon furchteinflößend genug. Und zu guter Letzt rechne ich dem Film noch hoch an, dass er sehr gnadenlos bei der Wahl seiner Opfer ist. Man kann wirklich nicht vorhersagen, wer als nächstes gefressen wird – und möchte es auch eigentlich gar nicht, weil man tatsächlich Mitleid empfindet.

Fazit: Erstaunlich realitätsnaher Killerkrokodil-Film, der sich wohltuend von anderen Vertretern dieses Genres abhebt. Ja, ich habe schon viel zu viele gesehen…

The Messengers

Wer kennt es nicht… da zieht man in ein altes, gruseliger Farmhaus und promt beginnt es zu spuken. Einem pubertären Mädchen glauben die Eltern natürlich kein Wort, und so muss sie sich selber darum kümmern herauszufinden, was es mit den ruhelosen Seelen auf sich hat.
Soweit, so klischeehaft. Auch bei den Schockeffekten ging man nach alt bewehrtem Schema vor: man sieht, dass gleich etwas passiert (z.B. liegt da ein toter Vogel, nach dem das Mädchen die Hand ausstreckt), die Musik wird lauter, noch lauter – und dann passiert es (er fliegt weg). Richtige Profis könnten das Publikum auch erschrecken, ohne es durch die Lautstärke kund tun zu müssen.
Aber naja… Klischees hin oder her, der Film ist spannend, wirkt aus einem Guss und das Ende hat mir gut gefallen.

Fazit: Ordentlich umgesetzte Spukhaus-Story, wer sich leicht erschrecken lässt wird seine Freude an dem Film haben. Ansonsten kein Pflichtfilm.

The Deaths of Ian Stone

Ian stirbt… und wacht dann in einem völlig anderem Leben auf. Seine Erinnerungen an sein altes Leben sind nur verschwommen, aber als er wieder getötet wird und in einem anderen Leben aufwacht beginnt er langsam zu begreifen, dass er nicht ganz normal ist. Und dass er schon wieder verfolgt wird…
Ich will hier nicht mehr verraten, denn der Film hat eine Richtung eingeschlagen, die mich total überrascht hat. Hut ab, das hat „Premonition“ trotz vergleichbarer Ausgangssituation nicht geschafft! Leider ebbt „The Deaths of Ian Stone“ aber zum Ende hin deutlich ab… die Fäden werden nicht alle zusammengeführt und den Matrix-Latex-Look KANN ich einfach nicht mehr sehen. Mit einem mal wirkte der Film auf mich ziemlich billig. Und das ist echt schade, weil er mir über weite Strecken hinweg gut gefallen hat. Womöglich waren die Macher zum Schluss mit ihrer eigenen Story überfordert und wussten nicht, wie sie sie zu einem passenden Abschluss bringen sollten.

Fazit: Überraschend, interessant, aber gegen Ende hin hat mir der Film dann nicht mehr so gut gefallen.

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