15. 10. 2007

Mein erstes Pokémon

Pokémon

Seien wir ehrlich: der Ruf von Pokémon ist unter Nicht-Pokémon-Spielern nicht gerade der beste. So habe ich mich auch lange Zeit dagegen gesträubt etwas mit diesem Kinder-Müll anzufangen. Pfff. Die DS-Version habe ich dann aber angetestet… und bin begeistert! Ich werde diesen Text jetzt aus meiner Sicht schreiben, also davon ausgehen dass der geneigte Leser nie zuvor von Pokémon gehört, geschweige denn eines der Spiele gespielt hat. Vielleicht kann ich ja so auch noch mehr Neulinge überzeugen ;)

Pokémon DiamantMan startet in einem kleinen Dorf in der Region Sinnoh, in der die Menschen friedlich mit Pokémon zusammen leben. Das sind kleine (oder größere) Kreaturen, die überall in der Wildnis leben. Trifft man auf eines, kann man es entweder mit einem Pokeball fangen, oder man besiegt es mit seinem eigenem Pokémon-Team. Dadurch gewinnen diese an Erfahrung und leveln, wodurch sie immer stärker werden. Jedes Pokémon verfügt über bestimmte Eigenschaften und beherrscht vier unterschiedliche Attacken. Lernt es eine neue, muss eine alte vergessen werden. Man erforscht also das Land (eine Rollenspiel-mäßige Story gibt es natürlich auch), kämpft gegen andere Trainer und wilde Pokémon und versucht alle zu fangen, denen man begegnet. Aus denen stellt man sich dann ein möglichst effektives Team zusammen. Besonders der Grundtyp der Kleinen sollte dabei beachtet werden, denn ein Wasserpokémon ist beispielsweise besonders effektiv gegen Feuerpokémon, hat dafür aber auch gewisse Schwächen. Mit der Zeit merkt man, dass die Kämpfe deshalb eine gewisse Taktik erfordern.

Aber es geht nicht nur ums stumpfe Kämpfen und Hochleven seines Teams. Wie gesagt gibt es auch eine Story, sowie spezielle Gebäude und Areale in jeder Stadt. Man kann an Wettbewerben teilnehmen, in denen die Pokémon verkleidet werden, tanzen oder bestimmte Attacken vorführen sollen. Es gibt ein Spielkasino, ein Safari-Spiel und natürlich einige Möglichkeiten über wifi mit anderen Spielern in Kontakt zu treten. Dann kann man kämpfen, tauschen oder zusammen besondere Gebiete erforschen. Zudem findet man auf seiner Reise massenhaft Items.

Das Hauptziel ist aber klar: Fang sie alle! Zuerst sind es nur überschaubare 150, aber wenn der Abspann gelaufen ist, kommt man in ein neues Gebiet und kann nun mit viel Geduld fast 500 Pokémon fangen. Man sollte allerdings wissen, dass viele davon nur zur Verfügung stehen, wenn man die GBA-Versionen gespielt hat und sie von diesen überträgt. Es ist aber auch so schon manchmal gar nicht so leicht, begehrte Pokémon zu bekommen. Manche zeigen sich nur zu bestimmten Zeiten in bestimmten Gegenden und sind schwer zu fangen. Andere entwickeln sich aus anderen Pokémon weiter, wenn man sie hoch genug levelt oder ihnen spezielle Items zu tragen gibt. So kann schon mal aus einem schwächlichem Fisch ein riesiger Drache werden – man muss nur herausfinden, wie ;) Der Sammeltrieb sorgt also dafür, dass man auch nach dem Abspann noch bei der Sache bleibt, und so soll ein Spiel finde ich sein. Ich spiele jetzt seit 150 Stunden und werde mir auch die GBA-Versionen holen, weil das Spielprinzip einfach Laune macht und ich sehen will, was für Pokémon es noch gibt.

Ach ja, bevor ich’s vergesse… ein paar Worte zu den technischen Aspekten. Grafik und Musik sind sehr stimmig, allerdings merkt man, dass hier die GBA-Spiele als Grundlage dienten. Der Touchscreen wird am ehesten noch in kleinen Minispielen genutzt, die Menüs bedienen und laufen muss man leider mit den Tasten. Man gewöhnt sich zwar schnell daran, aber trotzdem hätte ich mir da mehr Einbindung der DS-Features erhofft.

Fazit: Bisher eindeutig eines meiner DS-Spiele mit der größten Langzeitmotivation. Es ist unglaublich, was alles eingebaut wurde, man bekommt also auf jeden Fall genug für sein Geld. Und glücklicherweise hat die Handlung nichts mit dem Anime zu tun und auch die Charaktere scheinen komplett andere zu sein. Neueinsteiger finden sich also zurecht.

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