09. 06. 2008

Yu-Gi-Oh! (DS)

Yu-Gi-Oh!

Vorurteile sollte man pflegen, und vor allem solche über kommerziell erfolgreiche Trends. Aber nachdem ich nach jahrelangem Sträuben schon Pokemon eine Chnce gegeben habe und den Spielen zu meinem eigenen Entsetzen komplett vefiel, musste es auch einen anderen Anime-Videospiele-Hybriden treffen: Yu-Gi Oh. Nein, ich mag die Serie nicht. Weder dem Zeichenstil noch der Handlung konnte ich je etwas abgewinnen, auch wenn ich meinem Freund zuliebe sogar den Kinofilm komplett gesehen habe. Unsympathischen Typen beim Karten spielen zugucken kann ich auch nachts auf DSF, ohne mir irgendwelches Geschwurbel um die Allmcht der Freundschaft oder das Herz der Karten anhören zu müssen.

Yu-Gi-Oh! - Nightmare TroubadourSoviel zu meinen liebevoll aufgearbeiteten Vorurteilen dem Anime gegenüber. Das DS-Spiel „Yu-Gi-Oh! – Nightmare Troubadour“ bekam ich dann irgendwann von spa geschenkt, und weil ich Magic the Gathering sehr mag gab ich ihm eine Chance. Ich muss sagen: Ich habe es nicht bereut und gestern durchgespielt. Glücklicherweise muss man sich kaum mit so etwas wie einer Story herumschlagen und kann sich deshalb ohne Vorwissen aufs Kartenspielen konzentrieren. Und das macht unheimlich Spaß! Wer Magic und ähnliche Sammelkartenspiele mag wird auf keinen Fall enttäuscht werden, vor allem wenn man bedenkt, dass es Magic ja leider nicht für den DS gibt. Und einmal den Preis für so ein Videospiel zu bezahlen ist in jedem Fall günstiger, als sich die ganzen Karten in echt zu holen.

Für diejenigen, die diese Art von Spielen nicht kennen erkläre ich natürlich kurz um was es geht: Man duelliert sich mit diversen Computergegnern, und für jeden Sieg erhält man Punkte, mit denen man sich neue Karten kaufen kann. Man levelt außerdem und hat nach und nach die Möglichkeit, an stärkere oder speziellere Karten zu kommen. Aus den hunderten von Karten die man irgendwann besitzt stellt man sich sein Deck aus etwa 40 Karten zusammen – das ist der Stapel mit dem man seinen Gegnern entgegentritt. Die Karten gut aufeinander abszustimmen ist der größte taktische Reiz, und mit der Zeit stellt man auch fest, dass jeder Gegener bestimmte Strategien bevorzugt. Die Spiele selbst laufen so ab, dass man Karten zieht und sie vor sich ablegt, um sie auszuspielen. Es gibt Monster, mit denen man den Gegner angreifen und sich verteitidigen kann, sowie Zauber- und Fallenkarten um diese Kämpfe zu beeinflussen oder einfach so mal böse dazwischenzufunken. Karten kann man entweder offen und verdeckt spielen, dafür gibt es spezielle Regeln. Und stärkere Karten kann man oft nur ausspielen, indem man andere opfert. iel ist es die lebesnpunke des Gegeners durch Monsterangriffe und Zauber auf 0 zu bringen, bevor man selber besiegt wird.

In den ersten Runden ist man noch etwas verwirrt und wird leicht Fehler machen, denn man muss sich ja erst an die vielen unterschidlichen Karten gewöhnen von denen jede irgendwelche Spezialfähigkeiten hat. Aber ich kam dann doch relativ schnell rein und ab dann möchte man gar nicht mehr aufhören. „Och, noch ein Duell… vielleicht bekomme ich durch die Punkte ja die eine Karte, die ich so lange suche!“. Um die Übersicht zu behalten kann man seine Karten nach verschiedenen Kriterien sortieren oder unterschiedliche Deck-Rezepe speichern. Es ist außerdem eines der wenigen Spiele, bei denen Duelle gegen Computergegner tatsächlich Spaß machen. Es gibt aber natürlich auch einen Multiplayermodus, bei dem man gegen einen Freund antreten kann, der das Spiel ebenfalls besitzt.

Die Grafik ist zweckmäßig, die Musikstücke schön, wiederholen sich aber ein bißchen zu oft. Was wirklich genial ist ist die Steuerung, das Spiel ist wie für den DS gemacht! Man schiebt die Karten locker übers Spielfelf und fragt sich, wie man das bitte früher mit den Tasten auf dem GBA gespielt hat? Die Spieldauer kann ebenalls überzeugen, bis man den Endboss besiegt hat dauert es eine ganze Weile. Allerdings geht die Story extrem shleppend voran – die meiste zeit läuft man tatsächlich nur durch die Stadt und kämpft gegen einen Gegner nach dem anderen. Das klingt öder als es ist, aber man sollte halt vorher wissen, dass man keine hohen Ansprüche an die Handlung stellen darf. Wer die Serie eh nicht mag wird das vielleicht gar nicht so schlecht finden ;)

Fazit: Nein, ich mag die Serie immer noch nicht. Die kann man aber bei diesem Spiel ignorieren. Für Fans von Sammelkartenspielen wie „Magic: The Gathering“ ist es schon fast ein Pflichtkauf, denn dank der bequemen Steuerung und großen Kartenvielfalt machen die Kämpfe richtig Spaß. Man sollte sich nur überlegen zu welchem Teil man greift, denn inzwischen ist schon ein neuerer für den DS erschienen, der Wifi untertsützt. Erwartet nur nichts von der Story oder gar Extras wie Minispiele, hierbei geht es rein um die Kartenduelle.

2 Gedanken zu „Yu-Gi-Oh! (DS)

  1. spa

    „Da WAGST es, mich mit deinem Kuriboh anzugreifen??“ Auch, wenn ich deine Einleitung SEHR witzig fand, muss ich die Serie verteidigen. Sie ist TOLL! Und das ist ein FAKT, den du nicht in Frage stellen solltest! Ich selbst wurde einige Male Zeuge der Macht des Kartenherzes! Man zieht genau die Karte, die man benötigt, um nicht zu verlieren! DAS IST MACHT!!!

    Ansonsten: Jo, geiles Spiel. Habe es ja auch durch und spiele nur noch, bis ich 100% aller Karten habe. Mein Deck ist sehr gut, lustig, man kann viel experimentieren und es motiviert.

    Als Extra solltest du nicht die drei ECHTEN Karten vergessen, die dem Spiel beilagen. Wobei ich dir die ja erst mal abgezogen habe.

    Den Nachfolger werde ich mur dann nach erreichen der 100% kaufen. Kostet auch nur noch unter 20 Euro und hat noch mehr Karten! Auf gehts!

    Und die Geschichte von Yu-Gi ist episch! PUNKT!!!

  2. Inka

    Gut, ist nicht der beste Zeichenstil, aber der Anime ist durch seine ganze Dynamik und sein herz trotzdem toll! Muss da #1 spa voll zustimmen!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.