06. 03. 2009

Nahtod-Erfahrung

Brille

Wir kennen sie alle, diese typischen Horrorfilm-Szene… Es ist ein regnerischer Tag, langsam legt sich der Schleier der Dunkelheit über die Stadt. Das schmächtige Mädel, das nicht so aussieht als könnte sie sich gegen einen Jason oder Freddy zur Wehr setzen, beschließt trotzdem alleine unterwegs zu sein. Noch dazu in einem ihr unbekanntem Gebiet. Sie hört in Gedanken versunken Musik, achtet nicht darauf wo sie hin tritt. Plötzlich fällt eine Tür hinter ihr ins Schloss und sie befindet sich im Hinterhof eines anonymen Mietshauses. Einer von der Sorte, in dem sich die Kinderleichen unter der Erde stapeln. Kein menschlicher Laut dringt an ihr Ohr, als sie langsam den Kopfhörer abnimmt und sich umsieht. Sie ist umgeben von hohen Mauern, vor ihr gar düsteres Gestrüpp und ein baufälliger Schuppen. Sie dreht sich um und rüttelt an der Türklinke – nichts. Panisch beginnt sie einen anderen Ausgang zu suchen – nichts. Woran denkt sie also? Ja, ihr Handy! Sie zückt es erleichtert und erinnert sich dann daran, dass der Akku fast leer war. Es ist aus. Panisches Drücken auf alle Tasten. Aber da, auf der anderen Seite der Tür meint sie einen Schatten wahr zu nehmen. Sie trommelt gegen die Tür bis ihre Knöchel bluten (nun gut, hier übertreiben wir etwas), aber niemand hört sie. Sie sieht im Geiste schon Polizeihunde nach den Überresten ihres Körpers suchen. Endlich, das Handy geht an! Ihre Freundin wohnt hier, die muss sie bloß anrufen. Einen Anruf muss der schwächelnde Akku noch schaffen. Sie geht die gespeicherten Nummern durch – nur eine Handynummer. Sie wählt. Banges warten. „Zur Zeit nicht erreichbar…“. Was nun? Hat da nicht eben etwas in dem Schuppen geknarrt? Und wieso sind die Vögel verstummt? Das Handy gewährt ihr einen zweiten Versuch. Sie ruft ihren Freund an, der eine gefühlte Ewigkeit braucht um ans Telefon zu gehen. Er soll wenigstens noch ihre letzten Worte mitbekommen….

Sie sagt ihm dann, dass sie sich blöderweise nach dem Besuch einer Freundin in deren Hinterhof ausgesperrt hat, und dass er sie doch bitte anrufen soll, damit sie runter kommt und die Tür öffnet. Hat dann auch geklappt.

3 Gedanken zu „Nahtod-Erfahrung

  1. dusty

    @ IousD:

    janina war bei mir und ist dann beim heimgehen statt vorn rauszugehen zur haustür hinten raus gegangen zum garten… da kommt man aber ohne schlüssel nicht wieder raus. der garten ist von mauern umgeben. und die tür ist von der schweren, massiven sorte die sich von selbst schließt (wir fangen auf die art immer unser abendessen).

    kurz nachdem janina weg war rief sven an: „das wird dich jetzt warhscheinlich verwundern aber janina braucht deine hilfe“… gut, sie hätte auch unten bei den nachbarn ans fenster klopfen können, aber allein wär sie auf keinen fall mehr rausgekommen! hab mich richtig erschrocken bei dem gedanken…

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