29. 08. 2009

FFF 2009 – Tag 3

Fantasy Filmfest 2009 Frankfurt

Wie, doch wieder nur drei Filme? Ja, ich muss zugeben, dass ich den ursprünglich für heute eingeplanten „Bathory“ zu Gunsten eines ordentlichen Abendessens ausgelassen habe, weil er mich so überhaupt nicht interessiert hat.

The Sniper

In Hong Kong dürfen Männer noch Männer und Frauen zerbrechliches Beiwerk sein! Wer auf durchtrainierte asiatische Männerkörper steht, die wahlweise in der Sonne oder im Regen glänzen und fette Wummen an sich pressen, dem möchte ich diesen Film sehr ans Herz legen. Denn optisch macht er einiges her (was jetzt natürlich auf die Kameraführung bezogen ist). Ach ja die Story… es geht um einen ehemaligen Hong Kong Cop, der sich an einem anderen rächen will, und um einen jungen talentierten Draufgänger, der sich beweisen muss. Nicht gerade innovativ, nett ist höchstens die Idee, das ganze in einer Spezialeinheit für Scharfschützen spielen zu lassen. Die Sniper-Szenen heben sich angenehm vom üblichen Action-Einerlei ab – auch wenn es natürlich letztendlich nur Geballer ist. Aber stilvoll in Szene gesetzt, das muss man dem Film lassen. Es gibt allerdings weniger Actionszenen, als man erwarten könnte, und bis zum Showdown muss man einige Längen in Kauf nehmen.

Fazit: Gradlieniger Actionfilm, hübsch inszeniert, aber kein Must-See.

Dread

Drei Studenten tun sich zusammen, um eine Studie über die größten Ängste ihrer Kommilitonen durchzuführen. Vor der Kamera enthüllen diese traumatisierende Details aus ihrer Vergangenheit – mehr oder weniger. Wie sich bald herausstellt, sind die wirklich schlimmen Geschichten selten, oder werden lieber verdrängt. Da muss man nachhelfen…
„Dread“ beginnt gemächlich und lässt sich von ein paar brutalen Szenen abgesehen viel Zeit, um seine Geschichte zu erzählen. In düsteren, dreckigen Bildern, die bei mir leider dafür sorgten, dass ich kaum eine Beziehung zu den Charakteren aufbauen konnte. Alles wirkt emotionslos und unterkühlt, was zwar ein interessantes Stilmittel ist, mich aber dann wenn es an das (wirklich bösartige) Finale geht als unbeteiligten Zuschauer zurücklässt. Ich hatte die ganze Zeit das Gefühl, dass man besser Clive Barker’s Buchvorlage lesen sollte (anders als z.B. bei „The Midnight Meat Train“, der mir im Vergleich zu diesem Film sehr viel besser gefiel).

Fazit: Der Film war irgendwie nicht meins… trotz guter Ansätze und fiesen Endes.

Lesbian Vampire Killers

Nein, dieser Film ist weder blutig noch handelt es sich um eine absolute Trash-Granate. Viel mehr haben wir es hier mit einer Variante von „Shaun of the Dead“ zu tun, die sich nicht zu schade dafür ist, den Humor auch mal aus den unteren Schubladen hervorzukramen. Durch die sympathischen Charaktere und den typisch britischen Charme schafft es diese Vampir-Komödie aber dennoch, dass man sich nicht fremdschämend abwendet, sondern einfach sein Hirn abschaltet und Spaß hat. Das sind die richtigen Filme zum Abschluss eines Festivaltages, denn sie halten einen wach und der (brechend volle) Kinosaal ging richtig schön mit. Allein zu hause auf DVD wäre mir der Film wahrscheinlich nur halb so lustig vorgekommen.

Fazit: Leicht infantiler Partyfilm mit eher geringem Gore-Faktor, der in der richtigen Gesellschaft eine Menge Spaß macht – solange man sich nicht zu schade ist, auch mal über Schwanz- und Tittenwitze zu lachen.

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