02. 09. 2009

FFF 2009 – Tag 7

Fantasy Filmfest 2009 Frankfurt

Heute gab es wenig Überraschungen, ich würde den Tag am ehesten als „entspannend“ bezeichnen. Jeder Film hat genau das geboten, was ich erwartet hatte – nicht mehr, aber auch nicht weniger. Es sind alles drei Filme, die man sich gerne einmal ansieht und sich dabei gut unterhalten fühlt, die man aber nicht unbedingt auf DVD besitzen muss. Mein persönliches Highlight war aber mit knappem Abstand „Lake Mungo“, weil mir der Stil sehr gut gefallen hat.

Lake Mungo

FFF 2009Ich mag Pseudo-Dokus, „Blair Witch Project“, „Cloverfield“ und „The last Broadcast“ fand ich alle ganz hervorragend. Wer letzteren kennt, der hat einen guten Vergleich zu dem, was „Lake Mungo“ bietet. Oder stellt euch einfach eine dieser netten Gespenster-Dokus vor, in denen Fotos und Videoaufzeichnungen mit schemenhaften Figuren im Hintergrund gezeigt werden, die mit Interviews von Betroffenen ergänzt werden. Genau das macht nämlich Lake Mungo konsequent auf Spielfilmlänge. Es geht um ein vermisstes Mädchen, deren Geist angeblich im Haus ihrer Familie umgeht.
Die erste Hälfte über wirkt „Lake Mungo“ ein wenig vorhersehbar, weil er den Stil dieser Geister-Dokus mitsamt aller Klischees eins zu eins übernimmt. Aber dann kommt die Story in Fahrt und sorgt für die eine oder andere Überraschung – und eine ganz fiese Horrorszene, die mich auf Grund der ansonsten eher ruhigen Erzählweise ziemlich hat aufschrecken lassen ist auch dabei. Damit hat der Film schon für mich gewonnen.

Fazit: Gelungene Pseudo-Geister-Doku, die vielleicht kein Dauergruseln bietet, aber durchaus fesselt und eine bedrückende Atmosphäre aufbaut.

The Descent 2

Eigentlich braucht man zu diesem Film nicht viel zu schreiben – er setzt genau dort an, wo der erste Teil des Höhlen-Monster-Films auf hört, und führt ihn konsequent weiter. Man trifft auf einige alte Bekannte und neue Opfer, die das Team auffüllen. Das Blut darf wieder reichlich fließen, man bekommt klaustrophobische Kameraeinstellungen geboten und der eine oder andere Ort aus dem ersten Film taucht auf. Natürlich war „The Descent“ innovativer und konnte dadurch mit mehr Überraschungseffekten punkten (ich habe mich damals sehr viel öfter mehr erschrocken), aber das kann man nun mal von einer solchen Fortsetzung nicht erwarten. „The Descent 2“ zeigt Fans des ersten Teils ohne Längen genau das, was sie sehen wollen, und unterhält dabei gut.

Fazit: Kurzweiliger Höhlen-Terror, den man sich ansehen sollte, wenn man den 1. Teil mochte.

Mutants

Wir kennen das Szenario: Eine tödliche Seuche verwandelt die Menschen in kannibalistische Mutanten. Eine Rettungssanitäterin versucht sich mit ihrem infizierten Freund in eine angeblich existierende Militärbasis zu retten, die beiden stranden aber in einem großen, abgelegenen Gebäude. Eine Heilung scheint ausgeschlossen, aber die Frau bringt es nicht übers Herz ihren Geliebten zu töten.
Das klingt nach einer tragischen Liebesgeschichte, aber der Film verlässt sich insgesamt dann doch mehr auf Zombie- … pardon, Mutanten-Action. Und die ist zwar nett anzusehen, aber nichts neues. Hinzu kommen einige unlogische oder schlicht überflüssige Szenen, die dazu führen dass man am Schluss enttäuscht ist, weil man sich ein spektakuläreres Ende erhofft hat.

Fazit: Netter, dreckiger Zombie-Virus-Film, aber irgendwie hat man das alles schon oft genug gesehen. Und der menschelnde Mutant berührt einen nicht genug.

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