07. 09. 2016

FFF 2016 – Tag 5 & 6

Fantasy Filmfest 2016 in Frankfurt am Main

An Tag 5 des Festivals habe ich es endlich geschafft, mir eine Wochenkarte für die Bahn zu besorgen. Das war gar nicht so einfach, denn Anfang des Jahres wurden die Automaten um Frankfurt herum umgestellt, so dass man Wochen- und Monatskarten nur noch mit einer speziellen Chipkarte als E-Ticket kaufen kann. Warum ich davon nichts mitbekommen habe? Keine Ahnung, aber es ist auf jeden Fall eine beachtliche Leistung, da ich auf die Bahn angewiesen bin. Und ärgerlich, denn so musste ich mir erst eine solche Chipkarte besorgen, was bei den langen Schlangen an der RMV-Bude meines Vertrauens zwischen zwei Filmen ein Ding der Unmöglichkeit ist. Zum Glück lief ich heute einer freundlichen Dame in die Arme, die die Chipkarten vor dem Eingang verteilte. Ich muss mir also bis zum Festivalende keine Gedanken mehr um meine Bahntickets machen.

Am Montag hatte ich mich für leichte Kost entschieden und die „Downer“ davor und danach ausgelassen.

Happy BirthdayHappy Birthday landete nur als Lückenfüller auf meiner Liste, weil ich der Vollständigkeit halber alle Filme aus dem Fresh Blood Wettbewerb sehen möchte. Das Thema lag mir nicht und die Umsetzung gefiel mir dann tatsächlich auch nicht. Gewallt auf cool getrimmte Langeweile. Bisher der schwächste Festivalbeitrag.
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The Devil's CandyThe Devil’s Candy punktet vor allem mit einer sympathischen Familie, der man nicht direkt den Tod wünscht. Sie wird von einem Psychopathen heimgesucht, der von Satan persönlich Befehle erhält. Sicher lässt sich darüber streiten, ob der Vater eine würdige Präsentation von Metal Klischees ist, aber für mich hat’s funktioniert. Die Handlung hinkt vielleicht etwas hinterher, aber ich habe trotzdem mitgefiebert.
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Auf der Rückfahrt in der Bahn saß mir ein Typ breitbeinig gegenüber, der offenbar nicht wusste, dass seine Hose ein Loch im Schritt hatte. Ich schreibe das, weil ich über das Festival an sich abseits der Filme gerade wenig schreiben kann. Ich habe ja nur zwei Filme gesehen, das ist gar nix. Also direkt auf zum Dienstag:

HavenhurstHavenhurst ist einer dieser Standard-Horrorstreifen, die man schnell wieder vergisst. Die gehören aber finde ich auch zum Festival dazu. In diesem Fall geht es um ein Haus, in dem immer wieder Menschen verschwinden. Und natürlich verschwinden sie nicht einfach so, sondern werden brutal ermordet.
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DesiertoDesierto zeigt, wie ein amerikanischer Patriot mit seinem Hund an der Grenze Jagd auf mexikanische Flüchtlinge macht. Zwar ziemlich vorhersehbar, aber so gekonnt inszeniert, dass dieser Film mein Highlight der beiden Tage ist.
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Scare CampaignScare Campaign erinnert an die Realty Show „Scare Tactics“, nur dass hier natürlich einiges nicht so kommt wie geplant. Ein kurzweiliger Horrorspaß, trotz einiger Macken. Die Regisseure hatten vor einer Weile mit „100 Bloody Acres“ für eine meiner unangenehmeren FFF-Erinnerungen gesorgt, aber sie scheinen dazugelernt zu haben. Ihr neues Werk hat deutlich mehr Tempo zu bieten.
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Insgesamt ein guter Tag, der zwar keine großen Überraschungen parat hatte, aber klassischen Horror in verschiedenen Varianten. Langsam kristallisiert sich ein Trend heraus, dass es weg vom übernatürlichen Horror und hin zum realistischeren geht. Psychopathische Killer statt Geistern und Monstern dominieren die Leinwand.

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