28. 07. 2017

Lepidopteraphobie

Lepidopteraphobie

Gerade saß ich mit einigen anderen Menschen gemütlich im Park zusammen, als sich ein bunter Schmetterling der Frau mir gegenüber auf den Kopf setzte. Ich erschrak mich so sehr, dass ich reflexartig aufspringen wollte, konnte mich aber gerade noch dazu zwingen, mich zusammenzureißen. Ich setzte mich nur halbwegs unauffällig anders hin, wandte den Blick ab und redete mir ein, dass es keine Monster gibt. Vor einigen Jahren hätte ich einfach panisch die Flucht ergriffen.

Ich war überrascht, als ich eben festgestellt habe, dass ich in diesem Blog noch nie über meine Schmetterlingsphobie (Lepidopteraphobie) geschrieben habe. Das dürfte früher den Grund gehabt haben, dass ich Angst hatte, irgendwelche Scherzkekse würden mir daraufhin Fotos von Schmetterlingen schicken. Das will ich zwar heute immer noch nicht, aber seit einer Konfrontationstherapie habe ich die Panikattacken ganz gut im Griff. Also warum nicht darüber schreiben? So sehr mich diese Phobie seit meiner Kindheit nervt, kann ich doch zumindestens nicht behaupten, dass sie von der langweiligen Sorte wäre. Und möglicherweiset kann ich Betroffenen Mut machen, die sich nicht trauen, Hilfe zu suchen. Wer eine solche Phobie hat, schämt sich häufig dafür, sie als ernsthaftes Problem anzuerkennen. Denn gibt es etwas lächerlicheres, als Angst vor Schmetterlingen zu haben?

In unserer Gesellschaft ist man sich erstaunlich einig darüber, dass Schmetterlinge liebliche Geschöpfe sind. Man erfreut sich an ihren bunten Mustern, bewundert ihre Zartheit, schmückt geschmacklich fragwürdige Dekoartikel mit ihrem Antlitz und findet es höchst bedauerlich, wenn mal wieder eine ihrer Arten vom Aussterben bedroht ist. Obwohl sie Insekten sind, denken wir bei Schmetterlingen nicht daran, den Kammerjäger zu rufen, sondern knipsen lieber Fotos, als wären es Hundewelpen oder flauschige Katzen. Spinnentiere dürften ziemlich neidisch auf dieses Image sein. Der Schmetterling hat natürlich den Vorteil, dass er selten giftig ist und beim kleinsten Stubser zu Staub zerfällt. Auch mir ist bewusst, dass man vor so etwas keine Angst zu haben braucht. Aber das zeichnet eine Phobie aus: Sie muss nicht rational erklärbar sein. Man kann selber darüber lachen, wie unbegründet sie ist, und trotzdem reagieren Kopf und Körper, als würde man sich in Lebensgefahr befinden, sobald man damit konfrontiert wird.

In meinem Fall begann das Ganze, als ich 5 oder 6 Jahre alt war. Davor gehörte ich zu den Menschen, die keine Probleme mit Schmetterlingen haben. Ich erinnere mich noch daran, wie ich hinter dem Kindergartengebäude Schmetterlinge mit den Händen einfing. Ich mochte alle Tiere außer Kellerasseln, und es gab keinen Grund, weshalb die bunten Flatterviecher keinen Platz in meinem Herzen finden sollten. Aber dann passierte irgendetwas. Dazu später. Mit einem Mal reagierte ich panisch auf verschiedene Dinge, die Augenmuster hatten: Schmetterlinge, Pfauenfedern, Holz mit dunkler Maserung und sogar die augenartigen Ornamente auf dem Geschirr meiner Oma. Meine Eltern mussten die „Augen“ auf unserem Küchentisch mit einer Tischdecke verstecken, weil ich sonst nicht mehr davon essen wollte. Und es waren nicht nur Bilder. Aus einer Hörspielkassette vom Kleinen Wassermann schnitt mir die Mutter einer Freundin die Stelle mit dem Neunauge heraus, weil ich dabei jedes Mal anfing zu weinen. Dabei war ich ansonsten gar kein ängstliches Kind. Natürlich wurde versucht, mir die Angst vor den Augen zu nehmen, aber Konfrontation machte es nur noch schlimmer. Und am allerschlimmsten waren die Schmetterlinge. Vor allem Tagpfauenaugen. Damals gab es noch relativ viele davon bei uns, und noch heute bekomme ich eine Gänsehaut, wenn ich an das Geräusch denke, wenn einer zwischen meinem Fenster und dem heruntergelassenen Rollo herumflatterte. Während mit den Jahren meine Angst vor den anderen Augenmustern von selber verschwand, schien sich die Schmetterlingsphobie festzusetzen. Sobald ich ein verräterisches Flattern zu hören glaubt, stürmte ich aus dem Zimmer und ging erst wieder hinein, nachdem mir meine Mutter versichert hatte, dass kein Schmetterling da war. Saß einer am Oberlicht, hatte ich große Probleme, den Flur zu durchqueren. Und ich konnte mir nicht einmal Fotos von Schmetterlingen ansehen. Es ist schwer, die Gefühle, die man dabei hat, anderen zu beschreiben. Aber ich vergleiche es am ehesten damit, als würde man ein Foto von einem aufgeschnittenen Körper gezeigt bekommen, aus dem die Eingeweide herausquillen. Bilder von Schmetterlingen rufen in mir eine Mischung aus starkem Ekel und blanker Panik hervor. Vielleicht können Spinnenphobiker das nachempfinden. Man muss sofort wegsehen, auch wenn man weiß, dass ein Bild einem erst Recht nichts tut.

Woher kam das alles? Ich habe immer wieder darüber nachgedacht, und genau werde ich es wohl nie wissen. Inzwischen bin ich mir aber ziemlich sicher, dass zwei Ereignisse aus meiner Kindheit der Auslöser waren. Zum einen hatte ich mit 5 Jahren eine Schiel-Operation, was natürlich bedeutete, dass auch vor und nach der eigentlichen OP viel an meinen Augen herumgedoktort wurde. Ich kann mir gut vorstellen, dass Kinder in diesem Alter das nicht so leicht wegstecken. Und vielleicht habe ich die Angst, die ich hatte, auf etwas abstrakteres übertragen – auf Muster, die mich an Augen erinnert haben. Vor echten Augen hatte ich nie Angst, aber es ist auffällig, dass meine Probleme etwa zu diesem Zeitpunkt anfingen. Ein zweites Ereignis, das ich noch gut im Gedächtnis habe, ist, dass ich als Kind mehrere tote Tagpfauenaugen auf dem Fensterbrett unserer Gästetoilette entdeckt habe. Sie hatten dort überwintert und nicht überlebt. Die halb zerfallenen, dunklen Schmetterlingskörper haben sich mir so sehr eingebrannt, dass ich mich jahrelang davor gesträubt habe, dieses Zimmer zu betreten. Ich weiß allerdings nicht, ob das nicht vielleicht erst passiert ist, als ich schon die Schmetterlingsphobie hatte. Verschlimmert hat es sie auf jeden Fall.

Vor 6 Jahren beschloss ich, das Problem durch eine Therapie anzugehen. Auch wenn ich inzwischen in Frankfurt wohnte, wo Schmetterlinge nicht gerade ein leichtes Leben führen, gab es immer wieder Situationen, in denen ich eine Panikattacke bekam, wenn sich einer in meine Nähe verirrte. Und es reichten schon winzige Motten. Etwas flatterte in meiner Nähe und ich schlug kreischend die Hände um den Kopf. Hatte ich keinen Fluchtweg, kauerte ich mich auf den Boden bis irgendjemand sich um das Insekt gekümmert hatte. Nicht gerade eine Situation, die das Selbstbewusstsein stärkt. Man kommt sich vor wie der letzte Depp, weil man wegen einer harmlosen Kleinigkeit die Kontrolle über sich verliert. Und mein Mann machte sich Sorgen, dass ich deswegen irgendwann in ein Auto laufen oder eine Treppe herunterstürzen könnte. Also erzählte ich meiner Hausärztin von der Phobie, die mir direkt einen Psychologen empfahl, der Erfahrungen mit Verhaltenstherapien hatte. Die Krankenkasse übernahm das übrigens. Ich hatte befürchtet, nicht ernst genommen zu werden, aber zu meiner eigenen Überraschung was das nicht der Fall.

Die Therapie lief über drei Monate, eine Sitzung pro Woche. Die ersten bestanden nur aus Gesprächen, bei denen auch gleich noch abgetastet wurde, ob ich sonstige psychische Probleme habe. Anders als erwartet fand ich die Besuche angenehm, denn da sitzt immerhin jemand, der nur dafür da ist, dir zuzuhören und bei deinen kleinen und großen Problemem zu helfen. Allerdings hatte ich dabei das Gefühl, dass man sehr leicht süchtig nach dieser Art von Aufmerksamkeit werden kann. Ich habe schon sehr beunruhigende Geschichten von Leuten gehört, die seit Jahren Dauergast bei Psychologen oder Psychiatern sind, obwohl sie eigentlich nur noch hingehen, weil sie sich daran gewöhnt haben. Glücklicherweise war mein Therapeut ein sehr verantwortungsvoller und es war von vorneherein klar, was das Ziel war: Ich sollte einen Schmetterling „aushalten“ können, wenn ich mit ihm konfrontiert werde. Sobald das Ziel erreicht war, endete die Therapie erst einmal. Diese Art von Therapie ist eine bei Tierphobien sehr erfolgsversprechende, allerdings auch ziemlich unangenehme. Und es kann dabei viel schief gehen, wenn man es falsch angeht. Als ich etwa 10 Jahre alt war, zwang mich mein Vater im Urlaub über einen Strand zu laufen, der voller Schmetterlinge war, die dort Rast machten. Sie waren überall und setzten sich sogar beim Laufen auf unsere Füße. Für mich war es wie ein wahr gewordener Alptraum. Ich schrie und weinte und wollte einfach nur weg. Noch Jahre später hatte ich tatsächlich Alpträume von dieser Szene und es hat meine Phobie verschlimmert, anstatt zu helfen. Deshalb ist es wichtig, WIE man konfrontiert wird. Man sollte langsam darauf hinarbeiten und vor allem sollte man selber immer die Kontrolle behalten. Außerdem legte mein Psychologe Wert darauf, mir genau die psychologischen Grundlagen zu erklären. Sein Ziel war es, dass ich am Ende der Therapie nicht nur meine Phobie besser im Griff haben sollte, sondern die Angst verstand und anderen die Schritte erklären könnte. Das fand ich sehr hilfreich, weil ich dadurch wirklich das Gefühl hatte, die Kontrolle zu behalten.

Ich begann, ein Angsttagebuch zu führen, in das ich im Detail eintrug, in welchen Situationen sich meine Phobie zeigte. Das wurde dann besprochen. Die eigentliche Konfrontation begann erst Wochen später mit A4-Fotos von Schmetterlingen, die ich nach „Schwierigkeitsgrad“ ordnete. Kennt ihr dieses Monsterviecher aus dem Regenwald? Boah. Aber auf Platz 1 war trotzdem mein guter alter Nemesis, das Tagpfauenauge. Am harmlosesten war der Zitronenfalter. Wir begannen also damit, dass ich mir ein Foto von ihm zuerst aus der Entfernung ansehen sollte, und dann aus der Nähe. Wichtig ist das Aushalten. Jeder kann schnell hin- und schnell wieder wegsehen. Mein Ziel sollte es jedoch sein, solange auf die Fotos sehen zu können, bis das Gefühl von Ekel und Panik langsam verschwinden würde. Und es verschwindet tatsächlich irgendwann, obwohl man nach so einer Sitzung dann fix und fertig ist, weil es körperlich anstrengend ist, sich diesem Druck auszusetzen. Auch auf das Bild zu fassen gehört zum Training. Und so arbeitet man sich von den leichten zu den schweren Fotos vor. Ich musste wochenlang üben, indem ich mir täglich einfach nur meine Schmetterlingssammlung ansah. Es geht also im Grunde um pure Abstumpfung. Irgendwann reagiert man auf den Zitronenfalter überhaupt nicht mehr und auch auf das Tagpfauenauge wesentlich schwächer als früher. Das war mein erstes Erfolgserlebnis. Endlich brauchte ich keine so große Angst mehr vor plötzlich auftauchenden Schmetterlingen bei Google oder in Filmen zu haben!

Dann wurde es schwieriger, denn ich sollte mich nicht nur an das Aussehen, sondern auch an das Flattern gewöhnen. Während man die meisten Tiere ziemlich leicht für eine Konfrontationstherapie beschaffen kann, sind lebende Schmetterlinge schwierig. Es gibt zwar manchmal Schmetterlingsschauen, bei denen sie in Gewächshäusern herumfliegen, aber das wäre eine zu unkontrollierte Umgebung gewesen. Meine größte Angst war sowieso, dass sie mir ins Gesicht fliegen würden. Schmetterlinge sind nicht sonderlich berechenbar. Einen zu fangen, kam im Winter auch nicht in Frage, und wir waren uns einig, dass wir keine Tiere quälen wollten. Dann kam mir glücklicherweise das hier zu Hilfe – ein Roboter-Schmetterling im Glas. Es mag wie ein Spielzeug aussehen, aber für mich wurde es tatsächlich der entscheidende Schritt, um meine Phobie in den Griff zu bekommen. Wenn der Schmetterling losflattert, sieht er überraschend realistisch aus. Ich entschuldige mich hiermit bei allen Besuchern unserer Wohnung, die ich damit reingelegt habe. Als ich den Schmetterling das erste Mal gemeinsam mit meinem Psychologen startete, sprang ich von meinem Stuhl auf und konnte nicht in der Nähe des Glases bleiben. Es fiel mir sogar schwer, einfach nur hinzusehen. Aber dann wurde es mit der Zeit besser. Und irgendwann konnte ich das Glas in die Hand nehmen, während darin der Schmetterling flatterte.

Das war der Abschluss meiner Verhaltenstherapie. Normalerweise hätte ich einen echten Schmetterling anfassen sollen, aber da das nicht möglich war, kam es der Sache immerhin nahe genug. Ich habe dadurch deutliche Fortschritte gemacht, was Motten und helle Schmetterlinge angeht. Wenn heute ein Zitronenfalter vor meinem Gesicht vorbeifliegt, erschrecke ich mich kaum mehr als jeder andere. Und ich kann an Sommerabenden draußen sitzen, ohne panisch um mich zu gucken, wo die Motten bleiben. Die dunklen und bunten Schmetterlinge sind leider immer noch ein großes Problem, aber ich bin schon sehr dankbar dafür, dass sich die Phobie zurückgebildet hat, und mich in meinem Alltag nicht mehr so stark beeinträchtigt. Denn das ist ja das, was eine Phobie auszeichnet, die behandelt werden sollte. Wer am überlegen ist, ob er gegen eine Tierphobie eine Konfrontationstherapie beginnen soll, dem kann ich nur dazu raten. Wenn es richtig gemacht wird, kann es eine enorme Hilfe sein. Und wer speziell Angst vor Schmetterlingen hat, kann die Schritte ausprobieren, die ich oben beschrieben habe. Professionelle Aufsicht ist natürlich am besten, aber wer das absolut nicht möchte, kann zumindest langsam versuchen, sich mit Fotos und Spielzeug-Schmetterlingen selber zu trainieren. Man sollte dabei aber immer darauf achten, dass es auch tatsächlich besser statt schlechter wird. Selbstversuche sind nur solange okay, solange man die Phobie damit nicht verschlimmert.

2 Gedanken zu „Lepidopteraphobie

  1. Johanna Gassner

    Das war bislang einer der interessantesten Blogtexte, die ich von dir gelesen habe. Vielen Dank hierfür!

    Ein Hauptgrund ist der, dass er deine Phobie mal richtig detailliert beschreibt.
    Um es mal klar zu machen: Nein, ich denke nicht abwertend oder amüsiert über deine Phobie, nur weil ich kein Problem mit Schmetterlingen habe oder eines in ihnen sehe (aber wie viele Menschen mag ich einfach Motten nicht, speziell Lebensmittelmotten. Wenn ich nur ein solches Vieh in meiner Wohnung sehe, handle ich sofort bevor es sich vermehrt oder meine Lebensmittel findet). Dafür hab ich nicht deine Vergangenheit mit all den Erlebnissen und Eindrücken, die deine Einstellung zu Schmetterlingen nur verschlechtert haben.
    Was ich mich aber zwischendurch fragte: Ist deine Ledidopteraphobie nur ein Teil einer grösseren Angst? Du hast ja geschrieben, dir haben Augenmuster im wesentlichen Probleme bereitet. Und sowas wie Pfauenfedern oder augenähnliche Muster in Holz siehst du ja heute mit Sicherheit immer noch häufig. Und was ist mit Szenen in Horrorfilmen, die dieses Körperteil irgendwie behandeln? Sorry, mich interessiert es einfach ;)

    Auch die Beschreibung, wie du deine Phobie in den Griff bekommen wolltest, ist sehr interessant zu lesen. An meine erste „Begegnung“ mit dem Fake-Schmetterling kann ich mich gut erinnern. Ich kam mir hinterher wie ein Idiot vor, weil ich ihn für echt gehalten hab dank der realistischen Bewegungen ;)
    Und ich erinnere mich auch an einen Moment bei Al und Schramme, als ein Schmetterling (Zitronenfalter?) an dir vorbeiflog und du lediglich stumm gezuckt hast. Ich als Aussenstehende würde sagen, die Therapie hat sicher einiges geholfen.

    Überhaupt Therapie: Ja, unbedingt und dringend zu empfehlen, wenn man Phobien auszustehen hat. Man bekommt sie vielleicht nicht weg, aber man lernt, mit ihnen umzugehen. Zumindest kann ich selbst sagen, dass ich dank meinem Therapeuten endlich Anregungen und Energie dazu finde, meine sozialen Phobien anzugehen und nicht mehr völlig alleine dagegen ankämpfen muss.
    Mein Verhältnis zu Tieren ist ja noch gesund, lediglich Abneigungen habe ich (wie gesagt Lebensmittelmotten aber auch grosse Spinnen etwa). Schmetterlinge würde ich sogar anfassen wenn sie mich liessen und für dich auch dir vom Leibe halten, wenn es sich ergibt :D (z.B. während dem Zelten oder so).

    Warum das Image der Schmetterlinge so positiv ist?
    Wie so oft: Medien.
    Schon früher in Trickfilmen wie den ersten Disney-Spielfilmen waren sie ja eines der Mittel, um Harmonie/Natur/Leichtigkeit/freundliche Geschöpfe darzustellen. Sie sind bunt, sie scheinen leichter zu sein als eine Feder, sie stechen nicht, sie machen mit ihren bunten Flügeln alles noch farbenfroher (speziell Blumenbilder) und dienen im Gegensatz zu anderen Insekten eher zur Zier (warum wohl gibt’s so oft Haarschmuck im Schmetterlings-Look)…
    Ist mein Verdacht.

  2. ZiB Artikelautor

    Danke für den ausführlichen Kommentar :)

    Zum Glück habe ich die Angst vor anderen Augenmuster im Grundschulalter schon von selber überwunden, ohne bewusst etwas dagegen unternommen zu haben. Vielleicht bin ich da einfach „rausgewachsen“, so wie viele Kinder z.B. Angst vor Dunkelheit irgendwann überwinden. Mit Holz oder Deko-Mustern habe ich inzwischen gar keine Problem mehr. Pfauenfedern erzeugen noch ein beklommenes Gefühl, aber das ist keine richtige Angst mehr, sondern fühlt sich eher wie die verschwommene Erinnerung an die Angst von früher an. Sie sind ja Schmetterlingsflügeln am ähnlichsten und ich sehe selten welche. Horrorfilmszenen mit Augen sind aber gar kein Problem, weil ich nie Angst vor echten Augen hatte. Warum auch immer… Gehirne sind merkwürdig. Dabei wäre das doch naheliegender gewesen als irgendwelche abstrakten Muster.

    Und mit dem künstlichen Schmetterling bist du in guter Gesellschaft, auf den kann man sehr leicht reinfallen. Wäre er nicht realistisch am flattern, hätte er mir nicht geholfen. ;)

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