29. 09. 2018

FFF 2018 – Teil 2

Fantasy Filmfest 2017 Ffm

Sonntag, 23.9.2018

BorderMein dritter Festivaltag bot mir gleich einen meiner am meisten erwarteten Beiträge. Border ist ein schöner Film geworden, der am besten wirkt, wenn man vorher nichts darüber weiß. Ein bisschen märchenhaft, ein bisschen bitter, mit einer wundervollen Hauptdarstellerin. Als erst einmal klar war, worum es ging, hätte ich mir allerdings ein bisschen mehr für das Ende erwartet. Die Vorlage stammt übrigens von John Ajvide Lindqvist, der mit „So finster die Nacht“ für eine einen der wohl besten Vampirfilme überhaupt mitverantwortlich war. In dieser Liga spielt Border meiner Meinung nach nicht ganz.

Montag, 24.9.2018

Keep an Eye outMit dem Kammerspiel Au Poste! (Keep an Eye Out), das in einer Polizeiwache spielt, beweist Quentin Dupieux erneut, dass er der Meister des absurden Humors ist. Nichts für jeden Geschmack, aber mich bringt er jedes Mal zum Lachen. Wenn man seine letzten Werke gesehen hat, dürfte man allerdings ein wenig überrascht sein, wie „normal“ und fast schon bodenständig sich seine neue Fingerübung im Vergleich dazu anfühlt. Nein, ein neuer Wrong ist das nicht geworden. Aber eine sympathische kleine Komödie, die man als Fan nicht verpassen sollte und die als Einstieg vielleicht gar nicht so verkehrt ist, wenn einen seine anderen Filme schon alleine der merkwürdigen Themen wegen abschrecken.
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American AnimalsAuf Filmfestivals geht man, um sich überraschen zu lassen. Einer dieser Filme, die ich vorher nicht auf dem Schirm hatte, und den ich mir zum Glück trotzdem angesehen habe, ist American Animals. Jugendliche auf der Suche nach einem Abenteuer beschließen, wertvolle Bücher aus einer Bibliothek zu stehlen. Ein Heist Movie also, obwohl ich mit dem Genre ansonsten nicht viel anfangen kann. Das Besondere hieran ist, dass die Geschichte wahr ist, und die echten Personen zu Wort kommen. Diese ungewöhnliche Mischung aus Spielfilm und Dokumentation ist nicht nur sehr gut inszeniert, sondern wirkt trotz der „4th wall“ Brüche wie aus einem Guss. Spannend, lustig, tragisch, sympathisch. Mein bisheriges Highlight aus diesem FFF-Jahrgang!
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Dienstag, 25.9.2018

One Cut of the DeadOne Cut of the Dead: Noch so ein Film, über den man vorher nicht zu viel verraten sollte. Wenn ihr Lust auf eine ungewöhnliche Zombiekomödie habt, weil ihr das Gefühl habt, schon alles gesehen zu haben, was das Genre hergibt – denn probiert es doch mal mit dieser hier. Aber meidet den Trailer!

ProspectDer kleine Sci-Fi Beitrag Prospect scheint eigentlich ganz gut anzukommen, aber ich konnte ihm leider nicht viel abgewinnen. Ja, die Retro-Optik gefällt und wir wissen seit ALIEN oder MOON alle, dass spannende Geschichten im All keine Weltraumschlachten brauchen. Aber was war das zäh… Ich verstehe beim besten Willen nicht, weshalb die Charaktere so emotionslos sein müssen. So plätscherte die Geschichte um ein auf einem fremden Planeten gestrandetes Mädchen einfach nur vor sich hin, weil ich weder mitfühlen konnte noch genügend Spannungsmomemente geboten bekommen habe. Seltsam eigentlich, denn auf dem Papier liest sich das sicher aufregender. Erschwerend kam noch hinzu, dass ich durch die Helme bei manchen Dialogen Verständnisschwierigkeiten hatte.

Donnerstag, 27.9.2018

Await Further InstructionsEin auf mysteriöse Weise versiegeltes Haus, eine verkrachte Familie, ein Fernseher. Viel braucht der britische Weihnachtsfilm Await Further Instructions nicht, um eine Ausnahmesituation zu erschaffen, die schnell eskaliert. Dabei beschäftigt er sich mit der Frage, wohin es führen kann, wenn man empathielos Befehlen folgt, anstatt selber nachzudenken. Trotz Macken ein Film, der gut zum FFF passt. Vor allem für Fans von Black Mirror einen Blick Wert.
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Satan's SlavesNach Terrified ist Satan’s Slave schon der zweite übernatürliche Horrorfilm dieses FFF-Jahrgangs, der aus klassischen Versatzstücken des Genres effektiv eine Spukgeschichte zusammenzimmert. Einen Preis für Innovation wird er mit seinen Jump Scares und in weiß gekleideten Gespensterfrauen nicht gewinnen, aber wer das Genre mag kann bedenkenlos zugreifen. Außerdem mochte ich das für unsere Sehgewohnheiten ungewöhnliche Setting Indonesiens in den 80er Jahren.
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